Seit der Eröffnung im Jahre 1903 haben Generationen von Solingern im Birker Bad schwimmen gelernt. In den Anfangsjahren konnte man den Begriff „Badeanstalt“noch wörtlich nehmen. Häusliches Baden oder Duschen war purer Luxus, den sich das gemeine Volk nicht leisten konnte. Deshalb ging man Anfang des 20. Jahrhunderts eher für die Körperpflege als zum schwimmen in eine Badeanstalt. Bis heute befinden sich noch zahlreiche Überreste von Wannen- und Brausebädern im Kellerbereich sowie Überreste des römischen Dampfbades im  Erdgeschoss.

Die erste städtische Badeanstalt wurde zeitgleich mit der Sengbachtalsperre fertiggestellt und bereicherte Solingen gleich um zwei damals gerne betitelte „Jahrhundertbauwerke“. Die Planer sollten recht behalten – Beide Bauwerke existieren bis heute. Um den Fortbestand der Sengbachtalsperre muss man sich keine Sorgen machen, aber das Schicksal des Birker Bades ist besiegelt. Neue Eigentümer und Investoren bauen das Bad zu Gewerbeflächen für einen Supermarkt, eine Gastronomie sowie Büroflächen um. Anlässlich des nationalen Tag des offenen Denkmals, wurde das Birker Bad im September 2018 ein letztes Mal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Ein fotografischer Abschied …

 

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